Höxter (TKu). Dank fürs Engagement, ein Rückblick, der Sachstand, die Vorausschau auf zukünftige HVV-Projekte, eine Ehrung aber auch eine schlechte Nachricht prägten die Jahreshauptversammlung des Heimat- und Verkehrsvereins Höxter-Stadtkern (HVV) im Hotel Stadt Höxter am vergangenen Dienstag. Der erste Vorsitzende des HVV, Norbert Drews, war erfreut, dass so viele Mitglieder der Einladung des Vereins gefolgt waren. Norbert Drews eröffnete die Versammlung und begrüßte die Anwesenden ganz herzlich, darunter auch Bürgermeister Daniel Hartmann. In seiner Ansprache dankte er insbesondere den Mitgliedern und Unterstützern des Vereins für ihr großes Engagement und die tatkräftige Unterstützung. Nach der Eröffnung sprach Bürgermeister Hartmann einige Grußworte. Er hob die Bedeutung des Vereins für das städtische Leben hervor und lobte den Heimat- und Verkehrsverein als eine Gemeinschaft, die mit viel Herzblut und Engagement daran arbeite, die Stadt Höxter schöner, lebenswerter und attraktiver zu gestalten. Der HVV sei ein Verein, der mit Herzlichkeit und Tatkraft Projekte anstoße und diese konsequent verfolge. Gerade die kontinuierliche Arbeit am Ortsbild, an Veranstaltungen und an kulturellen Initiativen sei ein wichtiger Beitrag für die Entwicklung der Stadt.
Rückblick durch den Vereins-Vorsitzenden Norbert Drews:
Im Anschluss gab der erste Vorsitzende Norbert Drews einen ausführlichen Rückblick auf die zahlreichen Veranstaltungen und Aktivitäten der vergangenen Jahre und einen Ausblick auf bevorstehende Projekte. Dabei wurde deutlich, wie vielfältig das Engagement des HVV in Höxter ist mit seinen mehr als 200 Mitgliedern. Zu den regelmäßig durchgeführten Maßnahmen gehört unter anderem die Frühjahrsblühpflanzaktion, bei der Beete im Stadtgebiet neu bepflanzt und gepflegt werden. Auch die Übernahme von Pflegearbeiten an Grünflächen und Beeten im Ortskern gehört zum festen Bestandteil der Vereinsarbeit. Darüber hinaus unterstützte der HVV verschiedene Projekte, darunter die historische Darstellung der Schlacht am Brunsberg im Historischen Rathaus, die Einrichtung einer neuen Homepage sowie das Buchprojekt „Das Wunder von Höxter“, an dem sich der Verein ebenfalls aktiv beteiligte unter Federführung von Stadtheimatpfleger Dr. Dirk Meyhöfer.
Die schlechte Nachricht: Hänsel- und Gretel-Ampelfiguren müssen auf Eis gelegt werden:
Beim Sachstand zu den geplanten Ampelfiguren in Form von Hänsel und Gretel an der Ampelanlage an der Albaxer Straße in Höxter hatte Norbert Drews leider eine schlechte Nachricht zu verkünden. Dieses Projekt, das in der Öffentlichkeit auf großes Interesse gestoßen war, intensiv diskutiert und bereits in der Presse veröffentlicht wurde, könne so nicht realisiert werden. Norbert Drews erläuterte, dass die bestehende Ampelanlage zu alt sei, um die geplanten Figuren zu integrieren. Eine Fachfirma habe festgestellt, dass für eine neue Ampelanlage Investitionen in Höhe von etwa 30.000 bis 40.000 Euro notwendig wären. Aus diesem Grund müsse das Projekt der Hänsel-und-Gretel-Ampelmännchen zunächst auf Eis gelegt werden. Bürgermeister Daniel Hartmann ergänzte, dass die Ampelanlage für das Projekt technisch komplett erneuert werden müsse, durch eine Umrüstung auf moderne LED-Technik und eine digitale Steuerung. Das käme praktisch einem vollständigen Austausch der Anlage gleich, was nur für dieses Projekt zu kostenintensiv wäre. Bürgermeister Hartmann zeigte aber auch eine Perspektive auf, die Ampelfiguren doch zu realisieren: Die Albaxer Straße soll in naher Zukunft mit Fördermitteln ausgebaut werden, so Hartmann. In diesem Zusammenhang wolle die Stadt versuchen, auch die Ampelanlage über Förderprogramme finanzieren zu lassen, damit die geplanten Hänsel-und-Gretel-Ampelfiguren doch noch realisiert werden können. Der Bürgermeister betonte, dass es sich um die einzige städtische Ampel im Stadtgebiet handele und daher nur dort eine Umsetzung möglich sei. Sollte die Finanzierung über Fördermittel nicht gelingen, werde die Stadt dennoch daran arbeiten, die veraltete Ampelanlage zu ersetzen, um das Projekt langfristig zu ermöglichen.
Trinkbrunnen und eine geplante neue Schutzhütte an der Weser:
Ein weiteres Vorhaben betrifft einen geplanten Trinkbrunnen in der Stummrigen Straße bei den Hänsel- und Gretel-Figuren. Auch dieses Projekt verzögert sich derzeit, da die gesetzlichen Auflagen für Trinkwasserbrunnen sehr hoch seien. Der Bürgermeister erklärte, dass umfangreiche Prüfungen und Genehmigungen notwendig seien, bevor ein solcher Brunnen umgesetzt werden könne. Auch müsse die Wasserqualität wöchentlich geprüft werden, so Hartmann. Dennoch bleibe das Projekt auf der Agenda und werde weiter verfolgt für eine zeitnahe Umsetzung. Auch dem zunehmenden Vandalismus im Stadtgebiet will sich der HVV aktiv entgegenstellen. Der Verein möchte hierfür eine Initiative ins Leben rufen, die sich mit der Situation und möglichen Gegenmaßnahmen beschäftigen soll. Ziel sei es, gemeinsam mit Stadt, Bürgern und weiteren Partnern Lösungen zu entwickeln, um das Stadtbild zu schützen und Schäden zu verhindern. Ein weiteres wichtiges Thema war der geplante Neubau einer Schutzhütte am Weserradweg. Nach dem Abriss der alten Schutzhütte an der Weser, gegenüber der Bundeswehr in Richtung Corvey, laufen bereits die Planungen für einen Ersatzbau. Die alte Hütte musste aufgrund der Überplanung des Landesgartenschaugeländes weichen.
Ehrennadel für Ulrike Krekeler:
Norbert Drews zeigte sich zuversichtlich, dass die Planungen noch in diesem Jahr beginnen können und damit eine neue Rastmöglichkeit für Radfahrer und Wanderer entsteht. Bevor die Arbeitskreise ihre Tätigkeitsberichte vortrugen, stand noch eine besondere Ehrung auf dem Programm. Für fünf Jahre engagierte Vorstands- und Beiratstätigkeit wurde Schatzmeisterin Ulrike Krekeler mit der HVV-Ehrennadel in Silber ausgezeichnet. Die Ehrung wurde vom ersten Vorsitzenden Norbert Drews vorgenommen, der ihr für ihren langjährigen Einsatz und ihr Engagement für den Heimat- und Verkehrsverein herzlich dankte.
Foto: Thomas Kube