Höxter (awin). Die Hammer-Filiale in Höxter ist überraschend geschlossen worden. Kunden stehen seit 21. März vor verschlossenen Türen – deutlich früher als erwartet. Ursprünglich sollte der Markt noch bis 28. März geöffnet bleiben. Hintergrund ist die Insolvenz der Schlau-Gruppe aus Porta Westfalica, zu der die Marke gehört.
Schließung früher als angekündigt
Bereits seit Längerem war bekannt, dass im Zuge des Insolvenzverfahrens zahlreiche Hammer-Märkte bundesweit schließen müssen. Auch die Filiale in Höxter ist nun betroffen. Noch im November war berichtet worden, dass der Standort bestehen bleibt und lediglich ein umfangreicher Räumungsverkauf stattfinden sollte. Das Unternehmen hatte damals einen umfassenden Sortimentswechsel mit „noch mehr Auswahl, Qualität und Service rund um die Renovierung und Raumgestaltung“ angekündigt.
Diese Planungen sind nun hinfällig. Stattdessen informiert ein Aushang an der Tür über die kurzfristige Schließung. Darin bedankt sich das Unternehmen für die Treue der Kunden und betont, dass die Entscheidung schwergefallen sei.
Auswirkungen für Kunden
Für Kunden hat die unerwartete Entwicklung direkte Folgen. Laut Mitteilung sei es „aufgrund der plötzlichen Entwicklung leider nicht möglich“, alle bestehenden Aufträge vollständig zu bearbeiten. Betroffene werden an die Filiale in Detmold verwiesen, die die weitere Abwicklung übernehmen soll. Für Rückfragen steht zudem eine Hotline unter 05731-765432 zur Verfügung.
Hintergrund: Insolvenz und Filialabbau
Die Schließung steht im Zusammenhang mit der Insolvenz der Schlau-Gruppe. Bundesweit waren bereits rund 100 Filialen geschlossen worden. Die verbliebenen Märkte wurden unter dem Namen „Hammer Raumstylisten GmbH“ weitergeführt.
Aktuell existieren noch 87 Standorte mit über tausend Beschäftigten. Doch auch deren Zukunft ist ungewiss: Mindestens die Hälfte dieser Märkte soll ebenfalls aufgegeben werden. Als Grund wird genannt, dass sich keine Investoren für eine Übernahme gefunden haben.
Für Höxter bedeutet dies nun das Aus für den traditionsreichen Standort – und für viele Kunden einen unerwartet abrupten Abschied.
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