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Dienstag, 30. Juni 2026 Mediadaten
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Zimmerlehrlinge aus dem zweiten Ausbildungsjahr besichtigen gemeinsam mit Ausbildungsmeister Frank Temme und Brakels Stadtheimatpfleger Alfons Jochmaring die St. Michaelskirche.

Brakel (red). Historische Bauwerke sind nicht nur Teil der regionalen Geschichte, sondern auch wertvolle Lernorte für das Handwerk. Das zeigte eine Exkursion von Zimmererlehrlingen des Ausbildungszentrums Bau der Baugewerbe- und Zimmerer-Innung Höxter-Warburg in die St. Michaelskirche in Brakel.

Gemeinsam mit Ausbildungsmeister Frank Temme besichtigten die Auszubildenden den jahrhundertealten Dachstuhl, den Glockenstuhl und den Turmhelm der mehr als 800 Jahre alten Kirche. Vor Ort konnten sie nachvollziehen, wie historische Holzkonstruktionen aufgebaut sind, wie Lasten abgetragen werden und welche handwerkliche Präzision für solche Bauwerke erforderlich ist.

Brakels Stadtheimatpfleger Alfons Jochmaring führte durch die Kirche und erläuterte die Geschichte des Bauwerks. Dabei wurde deutlich, wie eng Baukultur, Handwerk und regionale Identität miteinander verbunden sind.

Für die angehenden Zimmerer war der Besuch mehr als eine Besichtigung: Sie konnten Ausbildungsinhalte direkt an einem realen Bauwerk erleben. Themen wie Tragwerksverständnis, traditionelle Holzverbindungen, Arbeitssicherheit und Denkmalpflege wurden so anschaulich vermittelt.

Mit solchen praxisnahen Lernangeboten zeigt das Handwerk, wie junge Fachkräfte auf ihre berufliche Zukunft vorbereitet werden. Zugleich macht die Exkursion deutlich, welche Bedeutung qualifiziertes Handwerk für den Erhalt historischer Gebäude und damit für die Region hat.

Foto: Kreishandwerkerschaft Höxter-Warburg

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