Lüchtringen (red). Am Mittwochmittag kam es auf der K 46 an der Abfahrt Lüchtringen (Braunschweiger Straße) zu einem klassischen Abbiegeunfall zwischen zwei Elektrofahrzeugen, VW und Hyundai, mit zwei verletzten Personen. Gegen 13:53 Uhr wurden die Einsatzkräfte alarmiert. Zunächst war laut Feuerwehr von einer eingeschlossenen Person die Rede. Beim Eintreffen der Feuerwehr hatten jedoch bereits alle Beteiligten ihre Fahrzeuge selbstständig verlassen können. Der Einsatz dauerte bis etwa 15:30 Uhr an. Vor Ort waren zahlreiche Kräfte der Feuerwehr Lüchtringen und des Rettungsdienstes Höxter im Einsatz. Beteiligt waren Einheiten aus Höxter und Lüchtringen sowie die Leitung der Feuerwehr, der Rettungsdienst Höxter, der Organisatorische Leiter Rettungsdienst des Kreises Höxter und die Polizei des Kreises Höxter.
Nach ersten Erkenntnissen verunfallten die beiden E-Autos während eines Abbiegevorgangs. Die Feuerwehr sicherte die Unfallstelle ab und führte eine umfassende Erkundung durch. Zwei betroffene Personen wurden durch den Rettungsdienst versorgt. Parallel dazu stellten die Einsatzkräfte den Brandschutz sicher, da bei Elektrofahrzeugen nach Unfällen besondere Vorsichtsmaßnahmen erforderlich sind. Für beide Fahrzeuge wurden die jeweiligen Unfalldatenkarten angefordert, um wichtige Informationen über Batterien und Sicherheitssysteme zu erhalten. Anschließend zogen die Feuerwehrkräfte laut eigenen Angaben die Trennschalter der Fahrzeuge, um die Hochvoltbatterien außer Betrieb zu nehmen. Bei einem Fahrzeug mit erheblichem Frontschaden wurde zusätzlich die herkömmliche Fahrzeugbatterie abgeklemmt.
Nachdem die Polizei die Unfallaufnahme abgeschlossen hatte und die beschädigten Fahrzeuge abgeschleppt worden waren, reinigten die Einsatzkräfte die Fahrbahn von Trümmerteilen und übergaben die Einsatzstelle an die Polizei. Besonders kritisch bewerteten die Einsatzkräfte mehrere gefährliche Situationen während des laufenden Einsatzes. Trotz Absperrungen und deutlich erkennbarer Rettungsmaßnahmen fuhren einige Verkehrsteilnehmer mit unangepasster Geschwindigkeit durch den unübersichtlichen Bereich der Unfallstelle. Nach Angaben der Feuerwehr wurde dabei beinahe ein Mitarbeiter des Rettungsdienstes von einem Fahrzeug erfasst. Die Feuerwehr appelliert daher eindringlich an alle Verkehrsteilnehmer, an Einsatzstellen besondere Vorsicht walten zu lassen. Absperrungen und Verkehrsregelungen dienten ausschließlich dem Schutz von Verletzten, Einsatzkräften und weiteren Beteiligten. Auch wenn Sperrungen oder Umleitungen zu Verzögerungen führen, habe die Sicherheit aller Beteiligten oberste Priorität.
Foto: Freiwillige Feuerwehr Höxter