Höxter (red). Nach dem schweren Verkehrsunfall am frühen Donnerstagmorgen auf der B239 haben sich die Lage und Details weiter konkretisiert. Gegen 6.20 Uhr waren ein BMW und ein silbergrauer Suzuki unmittelbar vor der Zufahrt zum St. Ansgar Krankenhaus frontal zusammengestoßen. Die Ursache des Unfalls ist weiterhin unklar. Durch die Wucht der Kollision wurden beide Fahrzeuge massiv beschädigt, Trümmerteile verteilten sich über eine Strecke von mehr als 100 Metern. Eine Person wurde im Fahrzeug eingeklemmt und musste von der Feuerwehr mit hydraulischem Rettungsgerät befreit werden. Insgesamt wurden mindestens drei Menschen schwer verletzt: die beiden Autofahrer, ein 21-jähriger Mann sowie eine 59-jährige Frau sowie eine Passantin, die von umherfliegenden Trümmerteilen getroffen wurde. Alle Verletzten wurden umgehend medizinisch versorgt, teils direkt ins angrenzende Krankenhaus gebracht. Auch ein Rettungshubschrauber kam zum Einsatz.
Der Unfall ereignete sich ausgerechnet kurz vor dem morgendlichen Schichtwechsel im Krankenhaus. Zahlreiche Mitarbeiter und Patienten wurden Zeugen der dramatischen Szenen. Viele konnten ihre Arbeitsplätze oder Termine nicht rechtzeitig erreichen, da die Zufahrt komplett blockiert war. Die B239 bleibt wegen der aufwendigen Unfallaufnahme und Bergungsarbeiten bis mindestens zum Mittag voll gesperrt. Es kommt zu erheblichen Verkehrsbehinderungen rund um Höxter. Besonders betroffen sind auch die Umleitungsstrecken sowie angrenzende Straßen, auf denen sich lange Staus gebildet haben. Teilweise mussten Lastkraftwagen wenden oder steckten fest. Das Krankenhaus ist aktuell noch immer nur eingeschränkt erreichbar. Viele Mitarbeiter und Besucher weichen auf umliegende Wohngebiete aus und legen den restlichen Weg zu Fuß zurück, teils direkt an der Unfallstelle vorbei.
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