Boffzen (red). In der Nacht von Samstag auf Sonntag, 1. März, wurden Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei zu einem gemeldeten Gasgeruch in einem Einfamilienhaus im Gebhardshagen alarmiert. Um 00:51 Uhr gingen bei der Leitstelle entsprechende Notrufe von Hausbewohnern ein, die in ihrem Wohnhaus einen ungewöhnlichen und intensiven gasähnlichen Geruch wahrgenommen hatten und eine Gefahr nicht ausschließen konnten. Unter dem Einsatzstichwort „ABC1 Gasgeruch“ rückte die Ortsfeuerwehr Boffzen mit einem Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug (HLF 10) sowie einem Tanklöschfahrzeug (TLF 3000) aus. Zusätzlich wurde der Einsatzleitwagen der Samtgemeindefeuerwehr Boffzen alarmiert, um die Einsatzleitung zu unterstützen. Vorsorglich befanden sich auch der Rettungsdienst des Kreises Höxter mit einem Rettungswagen, eine Funkstreifenwagenbesatzung der Polizei Holzminden sowie der zuständige Energieversorger auf dem Weg zur Einsatzstelle.
Nach dem Eintreffen der ersten Kräfte wurde laut Feuerwehr umgehend eine Lageerkundung durchgeführt. In enger Abstimmung mit dem Hauseigentümer kontrollierten die Einsatzkräfte das Gebäude und führten mehrere Gasmessungen durch. Dabei konnte zunächst kein Erdgas oder ein anderer gefährlicher Stoff festgestellt werden, alle Messgeräte zeigten negative Werte an, hieß es von der Ortsfeuerwehr Boffzen. Dennoch wurde die Suche nach der Ursache des Geruchs fortgesetzt, um mögliche Risiken auszuschließen. Im weiteren Verlauf stellte sich heraus, dass die Ursache nicht in der Gasinstallation des Hauses lag. Vielmehr hatten sich Benzindämpfe aus einer Kettensäge, die in einem angrenzenden Lagerschuppen abgestellt war, angesammelt. Diese Dämpfe waren über Lüftungsöffnungen in den Wohnraum gelangt und hatten dort den typischen Geruch verursacht, der von den Bewohnern als Gas wahrgenommen wurde.
Um den Wohnbereich schnell und sicher von den Dämpfen zu befreien, setzten die Einsatzkräfte einen Überdrucklüfter ein und belüfteten die betroffenen Räume intensiv. Nach Abschluss dieser Maßnahme war der Geruch vollständig verflogen und es bestand keine Gefahr mehr für die Bewohner. Das Gebäude wurde anschließend an den Eigentümer übergeben. Der Einsatz konnte nach rund einer Stunde beendet werden. Verletzt wurde niemand. Die Einsatzkräfte betonen, dass das Verhalten der Bewohner richtig war.
Foto: Kevin Reim